Wie im Basar
Das war ja mal wieder wie üblich. Ein Projekt steht an. Doch bevor man als Freier den Griffel in die Hand nimmt, möchte man natürlich um die Höhe des monetären Schmerzausgleichs wissen. Und weil man schon ahnt, dass das wieder stupide Diskussionen gibt, sagt man gleich zum Kunden: “Lass uns nicht lange rumreden. Du sagst mir, was Du Dir als Budget gedacht hast – und ich sage Dir, ob ich zu diesem Kurs bereit bin, für Dich zu arbeiten.” Die erste Antwort lautet natürlich gerne und total witzig: “Ja, nichts, nada, null.” Dann wird ein wenig pflichtschuldigst gegrinst und dann sagt der Kunde: “Ja, darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht.” Hahahaha, da halten wir uns ja den Bauch vor Lachen. OK, nun folgt das übliche Spießrutenlaufen. “Meine Preise kalkuliere ich auf Basis … in diesem Fall … weil mehrere Dokumente … deshalb so.” Es folgt eine Pause. Dann dieser Satz: “Ja (!), wir haben da eigentlich an weniger gedacht.”



Ich schaue in einen Spiegel. Die Dopplung macht das Ganze aber auch nicht erträglicher.
vera chimscholli
August 26, 2008 um 10:17 vormittags