Jazz Inaria

Es liegt ‚was in der Luft

Auf meinem Nachttisch: Encyclopédie

with 2 comments

Da blättert man durch ein Lexikon alter, sehr alter Schule, genauer gesagt, eigentlich das erste Lexikon überhaupt, noch von echten Profis geschrieben, und da stößt man auf eine Definition, die noch heute wunderbar auf den Berufsstand der Kommunikationsfachleuchten zutrifft:

 Affektiertheit in der Sprache & in der Unterhaltung ist ein Laster, das bei den Leuten, die man Schönredner nennt, weit verbreitet ist. Es besteht darin, mit gesuchten & zuweilen lächerlich gewählten Worten triviale oder alltägliche Dinge zu sagen […]“ (d’Alembert zum Stichwort Affektiertheit in Die Welt der Enzyclopédie)  

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Written by Jazz Inaria

Februar 14, 2008 um 6:31 am

Veröffentlicht in lesen, sprechen, werben, zitieren

2 Antworten

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  1. Sie wollen mir jetzt aber hoffentlich nicht erzählen, die „zeitnahe Umsetzung zielorientierter und ganzheitlicher Konzepte an den relevanten Touchpoints der Targetgroups“ sei bloß affektiertes Gequatsche? Welten stürzen ein.

    ramses101

    Februar 14, 2008 at 10:06 am

  2. Den entsprechenden Link dazu haben Sie ja schon gestern geliefert. Life with communication professionals. Aber ich fand es einfach zu schön, dazu einen Eintrag in einem Jahrhunderte alten Lexikon zu finden. Die Aufklärung war doch eine schöne Sache und tut heute wieder not.

    Jazz Inaria

    Februar 14, 2008 at 10:33 am


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