Jazz Inaria

Es liegt ‚was in der Luft

Archive for the ‘feiern’ Category

Schon mal vormerken: das texanische „Wurstfest“

leave a comment »

Ich bitte alle, sich den folgenden Termin schon mal in die Kalender einzutragen: vom 31. Oktober bis 9. November 2008 findet in Texas das alljährliche Wurstfest statt – eine feinsinnige Einführung in deutsche Kultur. Die Lektüre der Internetseite ist genauso appetitanregend wie der Besuch dieses Festes mit der „Texas Fun“-Garantie. cover.jpg  

Advertisements

Written by Jazz Inaria

Februar 7, 2008 at 10:49 am

Veröffentlicht in essen, feiern, planen, terminieren, verwursten

Leider kein Rot gesehen

leave a comment »

Einer hatte die Idee. Andere sind drauf angesprungen. Und plötzlich waren fast alle dabei. Wir haben uns am Samstagabend in den Agenturräumen getroffen, um uns die Mondfinsternis anzuschauen. Und oh Wunder, es war kein Problem, an die Schlüssel zu kommen. Wir haben’s gemacht wie in alten Zeiten. Jeder hat ein bisschen was mitgebracht. Natürlich hatten wir zu viele Salate und zu viel Baguette. Aber gestört hat’s keinen. Ach ja. Alkohol spielte auch eine Rolle. Das lokale Bier, Gin Tonic und ein selbstkreierter Cocktail mit dem originellen Namen Dark Moon.

Ein netter Abend – so weit ich es überhören konnte, blieben Gespräche über Agenturinterna in der Minderzahl. Ab halb dreiundzwanzig traten wir dann alle gemeinsam auf die Terrasse, in Eintracht und fast wieder versucht, für die freie Liebe in die Bresche zu springen. Augen nach oben. Wir erwarteten, dass sich die Erde langsam zwischen Mond und Sonne schiebt. Und sahen … nichts. Zwischen uns und den Himmelszeichen standen die Wolken. Nur in der Zeit der totalen Mondfinsternis – für Datenfetischisten zwischen 23.44 und 0.58 Uhr – ahnten einige von uns einen rötlichen Schimmer. Ich bin der Meinung, da war nix. Aber gut.

Wohl aus Trauer über die entgangene Gelegenheit verkündete die Geschäftsführung, dass alle bis auf die Kernbesatzung am Montag zwei Stunden später zur Arbeit kommen können. Außer es wäre „projektmäßig“ etwas zu tun. Also: Bis Montag um 8.30 in der Agentur!

Written by Ulli Kiebitz

März 4, 2007 at 12:28 pm

Veröffentlicht in feiern, trinken, werben

Tagged with ,

Alle Jahre wieder

leave a comment »

Jedes Jahr ab Anfang August tropfen Schweißperlen von meiner Stirn, wenn ich nur die Agenturklinke in die Hand nehme. Auf meinen Katzensöhlchen schleiche ich mich in mein Büro, grüße nicht, vermeide es zu atmen und versuche alles, unsichtbar zu bleiben. Hilft’s? Nein, natürlich nicht. Unzweifelhaft ereilt mich der Ruf …

Die Tür zu den Räumen der Geschäftsführung erscheint mir wie Rodins Höllentor. Ich trete ein, Bilder aus meinem Leben gleiten an meinem inneren Auge vorbei, ich schließe ab mit allem, was mir geschah, und bedauere, dass ich mich nicht von meinen Lieben verabschiedet habe.

Den Rest des Beitrags lesen »

Written by Ulli Kiebitz

Dezember 21, 2006 at 1:55 pm

Veröffentlicht in feiern, schenken, werben

Tagged with ,

Oooops. Weihnachten

leave a comment »

Kennt Ihr das auch? Die Blätter verfärben sich und fallen langsam von den Bäumen. Die Blumen schließen so langsam ihre Köpfchen. Und in Aldi locken die ersten Lebkuchen in Spieldöschen. Da weiß jeder: Weihnachten steht vor der Tür. Mehr oder weniger. Das hat der liebe Gott gemacht, damit wir uns langsam darauf einstimmen können. Einige von uns lernen vielleicht wieder Singen, um in der Kirche eine bella figura zu machen. Die Schaufensterdekorateure schalten um auf Rot und Lametta und viel zu früh verfolgt uns der Geruch von Glühwein-Bonbons.

Das ist die Zeit, in der unser Lieblingskunde garantiert nicht drauf kommt, dass das Fest der Feste ansteht. Da hat er einen blinden Fleck. Er hört weg, verschließt sein Herz vor der kommenden Weihnacht. Doch es müsste doch mit dem Teufel zugehen, dass er in dieser gefühlsunduseligen Kataplexie verharrt. Nein, zehn Tage vor der Heiligen Nacht fällt ihm plötzlich ein, dass ja dieses Jahr das Geburtsfest Jesu auf den 24.12. fällt. Ungeheuerlich, das hätte man ihm doch sagen müssen.

Flugs greift er zum Hörer, tipp, tipp, tipp, und selbst wenn der Berater nach dem ersten Klingeln abnimmt, dauert das noch zu lang. „Hören Sie“, sagt er dann, „wir haben ja Dezember. Mitte Dezember.“ Kluger Mann, denkt der Berater, und sagt: „Stimmt.“ Und der Kunde: „Da muss man doch was tun. Ich meine, so geht das doch nicht.“ Genug der Dramatik, natürlich schwant dem Berater schon etwas, er ist ja nicht von letzter Weihnacht. Der Kunde will Weihnachtskarten, mit denen er die Briefkästen seiner Kunden auffüllen kann. Sofort. Schließlich ist ja der 3. Advent Geschichte und ohne Weihnachtskarten, nein, das geht ja wirklich nicht. Alle Argumente von agentürlicher Seite bzgl. mangelnder Zeit wischen die Kunden entschieden vom Tisch – Kreation, Abstimmung, Druck, ja selbst das Trocknen und Verschicken. Das sind doch keine Sache, es ist doch Weihnachten.

Na, wir als Agentur sind ja nicht so. Irgendwie kriegen wir das hin, der Drucker bekommt noch ein paar Weinflaschen mehr und der Lieferservice ist sowieso bestochen. Nur eines, eines, das müsste nicht sein. Der schwer abschätzige Blick unseres Lieblingkunden auf das fertige Produkte und der Satz: „Naja, ein bisschen origineller hät’s auch getan.“

Written by Ulli Kiebitz

Dezember 1, 2006 at 9:27 pm

Veröffentlicht in feiern, terminieren, werben

Tagged with ,