Jazz Inaria

Es liegt ‚was in der Luft

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So lernte ich zu hassen

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Manchmal braucht es nur kurze Zeit, um eine andere Person ewiglich zu verabscheuen. Ohne dass diese Person sich in irgendeiner Form geäußert hätte. Gestern abend war es wieder soweit. Ein Konzertbesuch stand an. Elgar, Hindemith und Schostakowitsch. Ein schönes Gebäude, ein großer Saal, enthusiatische Musiker. So weit war alles in Ordnung. Aber vor mir saß dieser 1,82 m lange Typ – für seine Größe kann er nichts – und zuckte während des Konzerts fortwährend mit dem Kopf hin und her, um seinen linken und rechten Nachbarn etwas mitzuteilen, dann spielte er mit seinen Schnürsenkeln, raufte sich diese Haare, warf sie durch die Luft und verteilte die Schuppen in der Luft, kratzte sich am Hals, traff nicht die richtige Stelle und suchte stundenlang, rückte mit dem Arsch auf dem Sessel hin und her, pupste, röchelte und hechelte, lachte hicksend über stumme Gedanken, veränderte ca. vier Dutzend Mal seine Sitzposition, hüstelte immer ausgerechnet bei den stillen Stellen und tat alles, um meine Abneigung zu gewinnen. Mann, besuch Dein nächstes Konzert in der Rue Morgue.

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Written by Jazz Inaria

Januar 25, 2008 at 10:20 am

Veröffentlicht in hassen, hören

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