Jazz Inaria

Es liegt ‚was in der Luft

Archive for the ‘spekulieren’ Category

Ich verkaufe mich zu billig

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Microsoft will Yahoo übernehmen, um gegenüber Google im Internet aufzuholen. Letzte Woche eröffnete das Unternehmen die Schlacht über die Übernahme und bot den Aktionären 45 Milliarden US-Dollar. Am Wochenende verlautbarte aus Yahoo-Kreisen, dass man dieses Angebot als viel zu niedrig erachte: „It massively undervalues Yahoo“. Ich sollte bei Lohn-, Gehalts- und Honorarverhandlungen wirklich viel selbstbewusster auftreten. 

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Written by Jazz Inaria

Februar 10, 2008 at 9:06 am

Die Gabe der Kinder

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Der liebe Gott hat kleinen Kindern eine Gabe gegeben, auf die ich schon immer mit großen Neid geschaut habe. Beim Versteckspiel heben sie ihren Zeigefinger vors Gesicht und verstecken sich dahinter. Das unausgesprochene Motto lautet natürlich: Wenn ich Dich nicht sehe, dann siehst Du mich auch nicht. Genauso gehe ich gerade mit dem Börsenzusammenbruch um. Die paar Aktien, die ich besitze, haben natürlich gestern und heute und auch in den letzten Wochen ordentlich an Wert verloren. Bushs Finanzspritze in die US-amerikanischen Märkte hat die Anleger wohl ihr letztes Vertrauen gekostet. Jedenfalls vorläufig. Jaja, ich weiß, langfristig geht das Zeugs wieder hoch. Aber davon will ich gar nichts hören, wenn ein relativer Teil meines Vermögens (das ist eine prinzipielle Sache, absolut sind es ja nur ein paar hundert Euro) innerhalb von wenigen Stunden den Bach runtergeht. Nun habe ich heute eine schwere Aufgabe vor mir. Ich muss systematisch alle Wirtschaftsnachrichten und entsprechenden Analysen ignorieren. Deshalb halte ich mir permanent den Zeigefinger aufgereckt vors Gesicht. Wenn ich die doofen Nachrichten nicht sehe, dann hege ich die leise Hoffnung, die Auswirkungen der Weltwirtschaft nicht zu spüren bekommen. Die Gabe der Kinder!

Kleiner Nachtrag

Auch Thomas Mann war gegen diese Art nicht gefeit. In Reich-Ranickis „Mein Leben“ lese ich gerade folgende Passage:

Thomas Mann gierte förmlich nach Lob, er war süchtig nach Anerkennug. Von kritischen Äußerungen über sein Werk wollte er nichts wissen, er bestand darauf, daß sein Verleger, seine Sekretäre und Familienangehörigen derartige Artikel vor ihm verbargen. Denn auch geringfügige Kritik empfand er sogleich als persönliche Beleidigung, wenn nicht als ungeheuerliche Kränkung.

Written by Jazz Inaria

Januar 22, 2008 at 8:18 am

Veröffentlicht in anlegen, ignorieren, spekulieren, wegschauen

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